19. Januar 2026

2 Verhandlungsrunde TV-L

Die zweite Verhandlungsrunde zum TV-L, wie immer kein Angebot

    Das ist Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten?

    Liebe Mitglieder, 

    wir waren wieder in Potsdam dabei und es ist immer das gleiche Spiel. 

    1. Verhandlungsrunde - kein Angebot
    2. Verhandlungsrunde - kein Angebot

    Es wird verzögert, es wird immer wieder erklärt, es ist kein Geld da (dies wird zu jeder Verhandlungsrunde mitgeteilt) und es werden immer nur Themen angesprochen, die den Arbeitgebern wichtig sind. Die TdL strebt ein Ergebnis an, das unter dem Abschluss für Bund und Kommunen liegt. Das ist genau die falsche Richtung.

    Es ist schon sehr ärgerlich, dass die aktuelle Situation der Beschäftigten der Länder nicht Ernst genommen wird. Der demografische Wandel und Missmanagement sowie jede Menge Digitalisierungsprojekte, welche häufig nicht das erzielte Ergebnis bringen, verschlechtern die Situation der Beschäftigten massiv.

    Die Konjunktur ist am Boden und die Einnahmen fließen nicht in die Kassen, wie geplant und erwartet,

    jedoch sind das die Ergebnisse der Beschäftigten der Länder, eher nicht.

    Doch die Situation hat sich für die Beschäftigten der Länder so verschärft, dass an jeder Stelle Personal fehlt und zwar ungefähr 600.000 in ganz Deutschland, dies ist ebenfalls auf die derzeitige Situation zurückzuführen.

    Mit dem jetzigen Tarifvertrag TV-L sind die Länder nicht mehr konkurrenzfähig. Daher ist es zwingend erforderlich, dass die Gehälter entsprechend der Inflation und in Richtung Attraktivität angepasst werden.

    Doch genau dies geschieht nicht!

    Weil die Arbeitgeber an der Realität vorbeirennen und den Ernst der Lage nicht begreifen. Sollte die Schere des TV-L zwischen TVöD, den öffentlichen Arbeitgebern mit Haustarifvertrag und der freien Wirtschaft nicht geschlossen werden, werden die Länder in naher Zukunft sehr viel Personal an die drei benannten Arbeitgeber verlieren, weil eine Anstellung immer mehr unattraktiver wird.

    Wenn die Verhandlungen so weitergehen, wird kein guter Abschluss zustandekommen. Lippenbekenntnisse brauchen die Beschäftigten nicht. Sie brauchen eine gerechte Gehaltszahlung, um überhaupt wieder die Inflationen aufzuholen.

    Wir fordern daher, kommt endlich mit einem vernünftigen Angebot an den Verhandlungstisch und lasst die Verzögerungstaktik! Wir erwarten in der dritten Runde ein gutes Angebot.

    Eine vierte Runde, welche es nicht gibt, wollen wir nicht! Das zeigt eher, wie wenig Wertschätzung in der Verhandlung seitens der Arbeitgeber gegenüber den Beschäftigten der Länder besteht.

    Imre Bösze
    Vorsitzender