Es scheint, allgemeiner Müßiggang prägt den Sommer und es geschieht nichts. Dabei ist derzeit ein Prozess des Abwägens der verschiedenen Interessenslagen der Politik, der Berufsvertretungen und Gewerkschaften im Gange!
Hinter verschlossenen Türen stehen das Standortgesetz, das Sächsische Beamten-, das Besoldungs- und das Beamtenversorgungsgesetz sowie die neue Laufbahn- und Beförderungsverordnung einschließlich einer Überleitungsordnung in die neue Besoldungstabelle zur Diskussion.
Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Sächsischen Landtag, Steffen Flath, hat bei einem Arbeitsgespräch mit dem DVG-Bundesvorsitzenden, Kurt Rieß, und dem Vorsitzenden der DVG Sachsen, Dieter Köhler, festgelegt, dass die DVG in die Arbeit des Fraktionsarbeitskreises „Inneres“ im Rahmen der Dienstrechtsreform einbezogen wird, ungeachtet der Beteiligung der Gewerkschaften im Gesetzgebungsverfahren.
Die DVG ist einzig mit diesem Privileg ausgestattet! Somit kann sie die Interessen ihrer Mitglieder direkt an die Politik weiterreichen, ohne „Stille Post“ oder irgendwelcher „Filter“! Wir geben Ihnen einen kleinen Einblick in die Gesprächsinhalte. Die verbindlichen Ergebnisse sehen wir allerdings erst bei der Verabschiedung der Gesetze.
Laufbahn
Es soll künftig nur noch zwei Laufbahngruppen geben. Einfacher und mittlerer Dienst sowie gehobener und höherer Dienst werden eins. Die Verzahnungsämter entfallen. Es gibt nur noch zehn verschiedene Laufbahnen.
Beamtenversorgung
Heiße Diskussionen um einen Vorschlag, den ersten Ostbeamten (1993/1994 verbeamtet) für ihre Aufbauarbeit mit einer Aufbesserung des Ruhegehaltes zu danken.
Besoldung
Eine etwa drei prozentige Erhöhung des Grundgehaltes soll (lt. SMF) den Einstieg in ein Beamtenverhältnis wieder attraktiv machen. Allerdings geht dies zu Lasten der Dienstälteren, deren Endgrundgehalt geringer steigt.
Sobald rechtlich verbindliche Entscheidungen vorliegen, informieren wir Sie!